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08. Dezember 2022

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Die digitale Transformation der Verwaltung

Die digitale Transformation der Verwaltung© NLK Filzwieser

Lernwerkstatt, Müllentsorgung, Datentransparenz, Gewässeraufsicht oder Gesundheitswesen. Land Niederösterreich untermauert österreichweite Vorreiterrolle bei Digitalisierung öffentlicher Verwaltungsaufgaben.

(red/mich/czaak) „Eine flott arbeitende Verwaltung ist ein zentraler Erfolgsfaktor in der regionalen Standortpolitik.“ Dieser Sager von Erwin Pröll in seinem letzten großen Interview als NÖ-Landeshauptmann mit economy hat nichts von seiner Gültigkeit verloren. In Zeiten, wo die Digitalisierung alle Lebens- und Aktionsbereiche von Bürgern und Unternehmen durchdringt, muss auch die öffentliche Verwaltung reagieren und Dienstleistungen, Aufgaben und Kommunikation entsprechend anpassen.

Das Land Niederösterreich hat bereits 2017 eine umfassende Digitalisierungsoffensive gestartet und seither 132 Landesprojekte erfolgreich umgesetzt. Österreichs größtes Bundesland publiziert dabei regelmäßig einen eigens entwickelten Digi-Report als Digitalisierungs- und Rechenschaftsbericht der blau-gelben Landesverwaltung, wo alle Fortschritte für Land, Menschen und Unternehmen zusammengefasst werden. Aktuell befinden sich 146 Digitalisierungsprojekte in Umsetzung.

Laufende Themenschwerpunkte
„Gerade in dieser herausfordernden Zeit hat sich bestätigt, den digitalen Wandel für Land und Leute zu nutzen. Unsere Vorzeigeprojekte veranschaulichen, wie wir unser Bundesland mit digitalen Lösungen zukunftssicher gestalten und damit auch unsere Vorreiterrolle in der bürgernahen und digitalen Landesverwaltung weiter ausbauen“, unterstreicht Landeschefin Johanna Mikl-Leitner.

Aktuell wurden nun einige Schwerpunkte vorgestellt, etwa das bereits 2021 gestartete Fokusthema „Daten“. Hier soll das Potential noch besser genutzt werden, damit Entscheidungen noch zielgenauer getroffen werden können. Ein Ergebnis war etwa die Etablierung des NÖ-Datenkatalogs, der einen Überblick über die 1.400 Datenbestände der Landesverwaltung gibt und zielführende Nutzungen erleichtert. Die NÖ-Verwaltung kann etwa vorhandene und nicht personenbezogene Daten an einer Stelle aktuell halten, die dann von mehreren Dienststellen genutzt werden.

Interaktiver Digitalisierungsreport als Inspirationsquelle
Weitere Vorzeigeprojekte sind die „App Gewässeraufsicht“, wo ein mobiles Kontrollprogramm zur systematischen Gewässerbegehung entwickelt wurde, der Einsatz von Künstlicher Intelligenz bei der Müllentsorgung oder Drohnen im Straßendienst. Dazu das „Haus der Digitalisierung“, „Die Digitale Lernwerkstatt“, „Kultur4Kids“, „Digital Finance“ oder die „Intelligente Datenaufbereitung“ in Niederösterreichs Spitälern und Universitätskliniken. „Das sind nur einige Beispiele, wie man mit Digitalisierung effizienter und nachhaltiger arbeiten kann“, ergänzt Digitalisierungslandesrat Jochen Danninger.

Weitere Indikatoren, Kennzahlen und aktuelle Projektbeispiele sind im digi report (siehe Link) öffentlich abrufbar. Dieser digi report ist nun erstmals auch in interaktiver Form verfügbar. „Mit über 40 Kennzahlen für das Jahr 2021 und mehr als 30 aktuellen Projektbeispielen wird der kontinuierliche digitale Fortschritt Niederösterreichs veranschaulicht“ so Jochen Danninger. Um die Inhalte noch greifbarer zu machen, wird der digi report nun auch laufend mit Videos, Fotos und animierten Grafiken ergänzt. „Der Report bietet damit Inspiration für alle Landsleute und Unternehmen auch selbst neue digitale Lösungen anzuwenden“, resümiert NÖ-Landesrat Danninger.

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red/mich/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 21.02.2022