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04. Juli 2022

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Die Erhöhung der wirtschaftsrelevanten Forschungskompetenz

Die Erhöhung der wirtschaftsrelevanten Forschungskompetenz© NLK Pfeiffer

Land Niederösterreich stellt weitere Gelder für Forschungsprojekte an Fachhochschulen in Krems, St. Pölten und Wiener Neustadt bereit. Studienplatzfinanzierung, Stiftungsprofessuren und Kompetenzteams als Themenschwerpunkte.

(red/mich/cc) Das Land Niederösterreich finanziert zusätzlich zu einer Studienplatzfinanzierung in den Jahren 2021 bis 2026 in Summe bis zu 4,8 Millionen Euro in Stiftungsprofessuren oder Kompetenzteams an den Fachhochschulen in Krems, St. Pölten oder Wiener Neustadt. Pro Fachhochschule werden 1,2 Millionen Euro für eine Laufzeit von fünf oder sechs Jahren investiert. Die Projekte sind bereits mitten in Umsetzung.

„Die Fachhochschulen in Niederösterreich haben sich sowohl in der Ausbildung als auch in der Forschung hervorragend entwickelt. Für das Land Niederösterreich ist es nun wichtig, die Forschungskompetenz noch weiter zu steigern“, so Johanna Mikl- Leitner, Landeshauptfrau von Niederösterreich.

Digital Health & Social Innovation
Im vergangenen Herbst startete etwa an der FH St. Pölten das Kompetenzteam „Digital Health & Social Innovation“ und an der FH Wiener Neustadt das Kompetenzteam „Medizintechnik – Angewandte molekulare Bildgebung in der personalisierten Präzisionsstrahlentherapie“. An der IMC FH Krems wurde mit den Mitteln des Landes Niederösterreich auch eine Stiftungsprofessur eingerichtet und dazu ein neues Massenspektrometer zur Verfügung gestellt.

Diese sogenannte „Orbitrap Eclipse“ ist das derzeit modernste Massenspektrometer für die Proteinanalyse. Es soll vor allem für die qualitative und quantitative Charakterisierung von Immunreaktionen gegen Impfstoffe und Biotherapeutika eingesetzt werden. „Zusätzlich zum breiten Spektrum an Proben und Kombinationsformen ermöglicht die Orbitrap Eclipse-Plattform die Etablierung maßgeschneiderter Analysestrategien für spezifische Problemstellungen“, so Franz Herzog, Leiter der Stiftungsprofessur.

Gezielte Investitionen zu gesellschaftlich relevanter Forschung
Das Massenspektrometer ermöglicht zudem Kooperationen mit Biotech- und Pharmafirmen sowie mit akademischen Einrichtungen. Derartige Analysemethoden werden beispielsweise weltweit im Zuge der COVID-19-Pandemie eingesetzt, insbesondere um die Interaktion des Virus mit dem Zielgewebe zu verstehen und um die Aktivierung von Immunzellen und die Antikörperbildung während einer Infektion zu charakterisieren.

„Diese Stiftungsprofessur an der IMC FH Krems und die gleichzeitige Anschaffung der neuen Gerätschaften zeigen, wie gezielte Investitionen in Forschung zu gesellschaftlich relevanten Themen dann auch die Übertragung der Ergebnisse in die Wirtschaft ermöglichen“, unterstreicht NÖ-Landeschefin Johanna Mikl-Leitner.

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red/mich/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 19.04.2022