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05. Dezember 2021

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Kontinuität für Wissenschaft von Weltrang

Kontinuität für Wissenschaft von Weltrang

Weiterentwicklung Institute for Science and Technology Austria langfristig abgesichert. Land Niederösterreich und BM für Bildung und Wissenschaft legen Grundstein für weitere Finanzierung. Mittelfristig rund 2.000 Mitarbeiter und 150 Forschungsgruppen angestrebt.

(red/czaak) Das neue „Memorandum of Understanding“ zur Zukunft des Institute for Science and Technology Austria (IST Austria) im niederösterreichischen Klosterneuburg ist unterzeichnet. Mit der Fertigung der Vereinbarung durch Niederösterreichs Landeschefin Johanna Mikl-Leitner und Bundesminister Heinz Faßmann wurde aktuell der Grundstein für eine weitere Finanzierungsvereinbarung dieser auch international führenden Institution für Spitzenforschung gelegt.

Thomas Henzinger und Claus Raidl
„Wir wollen damit die erfolgreiche Weiterentwicklung des IST Austria langfristig absichern, diesem Forschungsinstitut größere Planungssicherheit geben und auch die internationale Strahlkraft dieser Einrichtung weiter vorantreiben“, betont Johanna Mikl-Leitner. Gemeinsam mit Thomas Henzinger, Präsident des ISTA und Claus Raidl, Vorsitzender des ISTA-Kuratoriums, wurde als Zielsetzung genannt, bis zum Jahr 2036 die Forschungsgruppen von derzeit rund 60 auf 150 auszubauen und damit auch die Gesamtanzahl der MitarbeiterInnen auf 2.000 zu erhöhen.

Strategischer Fahrplan für die Wissenschaftspolitik
Niederösterreich investiert jährlich rund 115 Millionen Euro in die Bereiche Wissenschaft und Forschung und liegt mit diesen Investitionen im Bundesländervergleich mit Oberösterreich und Wien an der Spitze. Erst kürzlich stellte Österreichs größtes Bundesland den strategischen Fahrplan in der Wissenschaftspolitik (Anm. „FTI-Strategie“) bis in das Jahr 2027 vor. „Wir wollen Wissenschaft und Gesellschaft noch enger zusammenführen, auch auf internationaler Ebene eine noch stärkere Bedeutung erreichen und bei all diesen Überlegungen spielt das Forschungsinstitut IST Austria eine wesentliche Rolle“, unterstreicht Mikl-Leitner.

Ein internationaler Anziehungspunkt für die besten Forscher
Am ISTA forschen mittlerweile rund 850 Mitarbeiter aus 76 Ländern, davon über 60 Professoren. Die auch international bedeutende Rolle des ISTA belegt, dass sich bereits über 13.500 Forscher für eine Professorenstelle beworben haben. Auch die Erfolge bei Einwerbung der begehrten ERC-Grants (Anm. Förderpreise des Europäischen Forschungsrats) können sich sehen lassen. Mit einer Erfolgsrate von rund 50 Prozent ist das ISTA die Nummer eins in Europa - noch vor großen Namen wie ETH (Zürich/CH), Oxford oder Cambridge (GB). „Aus einem kleinen Institut mit einer Handvoll ForscherInnen ist ein internationaler Anziehungspunkt für die besten Forscher aus aller Welt geworden“, kommentieren Johanna Mikl-Leitner und BM Heinz Faßmann.

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 08.03.2021