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23. Mai 2022

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„Das ist ein Erfolgsmodell“

„Das ist ein Erfolgsmodell“© NLK Filzwieser

Land Niederösterreich eröffnet in Tulln neben Haus der Digitalisierung und Technopol neuen Zukunftspark als weiteren Baustein für regionale Innovationsförderung. Parallel startet regionale NOe-Handelsplattform gemeinsam mit Wirtschaftskammer und ecoplus.

(red/mich) Niederösterreichs Landeschefin Johanna Mikl-Leitner kann sich bei der Eröffnung des neuen Zukunftsparks auf dem Areal der zuvor zwölf Jahre leer gestandenen ehemaligen Druckerei Goldmann in Tulln freuen: „Dank toller Investoren hat sich das Projekt sensationell entwickelt.“ Die Landeshauptfrau betont die räumliche Nähe zum Haus der Digitalisierung und dem Technopol Tulln sowie die generell rasche Bewilligungserteilung in Niederösterreich. „Die Bezirkshauptmannschaften verstehen sich in erster Linie als Servicestellen für Bürger und Unternehmen.“

230 neue Arbeitsplätze
Baubeginn beim aktuellen Projekt in Tulln war im Herbst 2020. Die verschiedenen Areale umfassen in Summe 5.000 Quadratmeter Büro- und 20.000 Quadratmeter Hallenflächen sowie 12.000 Quadratmeter bebaubare Fläche. Das Bürohaus ist bereits fast zur Gänze vermietet. Mieter sind etwa das Call-Center des AMS oder die Firma Forstinger für ihre österreichweite Zentrallogistik. Die Hallenflächen sind aktuell zu 60 Prozent vermietet. „Bis dato wurden 230 Arbeitsplätze geschaffen. Ziel ist der seinerzeitige Goldmann-Stand von 500“, erläutert Johanna Mikl-Leitner.

Bodenversiegelung versus Revitalisierung von Leerständen
Bei der Eröffnung des Tullner Zukunftsparks kam auch das österreichweit aktuelle Thema Bodenversiegelung zur Sprache: „Niederösterreich ist das Bundesland mit dem geringsten Bodenverbrauch. Bei uns sind nur 14 Prozent verbaut. Dafür ist es auch wichtig, Leerstände zu revitalisieren und einer sinnvollen Nutzung zuzuführen“, so die Landeschefin. Und: „Auch das neue Raumordnungsgesetz mit Maßnahmen wie einem Gewerbegebiet für mehrere Gemeinden inklusive interkommunalen Finanzausgleich zielt auf möglichst wenig Bodenverbrauch“, unterstrich Mikl-Leitner.

Gemeinsam handeln für Niederösterreichs Handel
Parallel zum neuen Zukunftspark startet das Niederösterreich gemeinsam mit Wirtschaftskammer und ecoplus eine Initiative zur Stärkung der regionalen Handelsunternehmen. Das neue Portal „regional-kaufen-noe.at“ (siehe Link) soll lokale Wertschöpfung unterstützen und Abflüsse in Richtung der globalen Handelsplattformen verhindern. „Die Leidtragenden des Lockdowns sind jene, die täglich ihren Beitrag leisten zur Bekämpfung der Pandemie, die Verantwortung tragen und sich impfen lassen - und insbesondere auch unsere Betriebe und ArbeitnehmerInnen“, betont Niederösterreichs Landeschefin Johanna Mikl-Leitner.

Angebote von 1.000 Händlern bereits zum Start
Unter dem Motto „gemeinsam handeln für den Handel“ gerade jetzt zu Beginn des Weihnachtsgeschäftes sollen Menschen zum Kauf von regionalen Produkte beim örtlichen Handel animiert werden. Über das neue Portal (www.regional-kaufen-noe.at) werden bereits zum Start rund tausend Händler mit ihren Produkten präsent sein. „Es gelte dem internationalen Onlinehandel Paroli bieten und regionale Alternativen zur Sicherung heimsicher Arbeitsplätze aufzuzeigen“, so die Initiatoren.

Jeder Konsument kann seinen Betrag leisten
„Mit dieser Plattform wollen wir den Handel stärken, Arbeitsplätze sichern, die Wertschöpfung in der Region halten und mittelfristig dadurch auch den Standort absichern. Jede/r KonsumentIn kann dazu ihren oder seinen Beitrag leisten“, unterstreicht Jochen Danninger, verantwortlicher Landesrat für Niederösterreichs Wirtschaft, der die neue Initiative gemeinsam mit Wolfgang Ecker, Präsident der Wirtschaftskammer Niederösterreich und Helmut Miernicki, Geschäftsführer von ecoplus, umfassender erläuterte.

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red/mich, Economy Ausgabe Webartikel, 06.12.2021