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23. Mai 2022

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Die weitaus besseren Karten

Die weitaus besseren Karten© T-Systems Austria

Die Digitalisierung hat ihre krisenbedingte Bewährungsprobe bestanden und dazu eine positive Entwicklung ausgelöst. Parallel müssen Betriebe ihre Abläufe so rasch wie nie anpassen. Ein Expertenkommentar von Michael Böhm, Head of Sales bei T-Systems Austria.

Corona hat zu einem Digitalisierungsschub geführt. Als IT-Dienstleister haben wir viele Unternehmen durch die Krise begleitet und sehen, dass diese Betriebe diese Bedingungen schneller und flexibler meistern können oder die Situation als Chance nutzen. Im Wesentlichen geht es um drei Schlüsselfaktoren: Innovationsfreude, flexiblere Organisationen und eine schnelle Anpassungsfähigkeit. All das hat auch viel mit modernen IT-Landschaften zu tun. Betriebe müssen in der Lage sein, ihre Abläufe und Kundenangebote in einem noch nie dagewesenen Tempo anzupassen. Dabei werden sie aber oft durch veraltete Technologien, Systeme und Prozesse gehindert.

Basis bei nahezu allen Digitalisierungsprojekten sind immer die Daten. Unternehmen müssen lernen, unabhängig von Anwendungs- und Geschäftsfällen in modernes Daten-Management zu investieren. Verfügbarkeit, Qualität und Sicherheit der Daten und den damit ableitbaren Informationen sind Prämissen für Innovation. Gerade heute, wo sich Datenmengen durch intelligente Sensorik und 5G vielfach potenzieren, müssen diese Hausaufgaben gemacht werden - sonst wird das sogenannte „Gold des 21. Jahrhunderts“ nie oder zu spät gewonnen.

Cloud-Computing quer durch alle Branchen Standard
Ein ebenso wichtiges Thema sind Cloud-Services, sie sind mittlerweile Standard und werden quer durch alle Branchen genutzt. T-Systems und Google Cloud arbeiten derzeit gemeinsam an der sogenannte Souveräne Cloud. Damit können nun auch der öffentliche Sektor, Gemeinden oder der Gesundheitsbereich sensible Daten in der Cloud verarbeiten – und damit ebenso die flexible Skalierbarkeit, die bedarfsgenaue Nutzung sowie Innovationskraft und Zuverlässigkeit von Public-Cloud-Diensten nutzen. 

Schon lange sind es nicht nur Großunternehmen, die sogenannte Cloud Center of Excellences ins Leben rufen und wie wir eine „Cloud First“ Strategie verfolgen. Auch KMUs und die Verwaltung setzen auf die Vorteile von Cloud-Computing. Allem voran die schnelle und passgenaue Bereitstellung von Services, die dann als Basis für Projekte im Bereich IoT, künstliche Intelligenz (KI) oder Business Intelligence (BI) dienen. Dabei geht es aber nicht zwangsweise um die betriebliche Einführung von KI oder BI, sondern um die Frage, wie Innovation rasch und primär nutzbringend umgesetzt werden kann.

Kollaborative Ansätze
Entscheidender für den Projekterfolg werden zunehmend auch kollaborative Ansätze. Auch Innovationsführer wie Google, Tesla oder Amazon gehen Partnerschaften ein, auch mit eigenen Kunden. Bei Entwicklung und Implementierung von Innovation im Unternehmen treten die klassischen Kunden/Lieferanten-Beziehungen immer mehr in den Hintergrund und werden von neuen Eco-Systemen abgelöst.

Ist das richtige kollaborative Setup gefunden, braucht es aber auch ständige Weiterentwicklung. Gemeinsam können Fragen leichter beantwortet werden und das gilt für Betriebe wie Verwaltung: Welche Technologien und Innovation benötige ich heute, um morgen erfolgreich zu sein? Was uns jetzt gelingen muss, ist klug in Datenmanagement zu investiert, sinnvolle Partnerschaften und Allianzen bilden, um so Innovation und Digitalisierung auch real in der Praxis voranzutreiben. 

Links

Michael Böhm, Economy Ausgabe Webartikel, 06.12.2021