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08. Dezember 2022

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„Dieser Ansatz ist bislang einzigartig“

„Dieser Ansatz ist bislang einzigartig“© T-Systems Austria

Cloud-Dienste stehen für bedarfsorientierte und flexibel skalierbare Einsatzgebiete bei betrieblichen Digitalprojekten. Peter Lenz, Managing Director T-Systems Alpine, erläutert kritische Erfolgsfaktoren und Referenzprojekte.

Worum geht es beim Cloud-Computing?
Peter Lenz: Es geht um internetbasierte IT-Ressourcen wie Server, Datenspeicher, Software-Applikationen oder Security-Dienste. Die werden einzeln oder im Paket über unser Rechenzentrum passgenau und flexibel skalierbar bereitgestellt und verrechnet wird exakt nach benötigter Leistung. Die Verknüpfung mit den IT-Systemen des Kunden erfolgt über standardisierte Schnittstellen und für den Enduser via Website oder App.

Welche Dienste sind relevant?
Einmal Infrastruktur-as-a-Service (IaaS) als Hardwareressourcen wie Rechner, Netze oder Datenspeicher. Dann Plattform-as-a-Service (PaaS) für Programmierumgebungen mit flexiblen Rechen- und Datenkapazitäten. Als nächstes Software-as-a-Service (SaaS) für ausgewählte Programm- oder Softwareanwendungen. Sensible Daten bei SaaS können mit eigenen Security-Services von T-Systems nach europäischen Standards geschützt werden.

Welche Cloud-Arten gibt es?
Vorab die Private-Cloud mit allen erwähnten Diensten exklusiv nur für ein Unternehmen, inklusive sicherer Datenhaltung, wo wir mit unserem Rechenzentrum in Wien punkten oder die europäische Open Telekom Cloud über unsere deutschen Rechenzentren - ebenso mit höchsten Sicherheitskriterien. Dann Public Cloud Services, etwa von AWS, Google oder Microsoft sowie kombinierte hybride Cloud Umgebungen. Und aktuell noch die neue Sovereign-Cloud mit Google.

Können Sie aktuelle Referenzen nennen?
Ja, beispielsweise zum Thema SAP-HANA, wo wir für die Tiroler Electro Terminal, die Schweizer BKW-Gruppe oder den Elektronikkonzern Egston die SAP-Systeme über unser Wiener Rechenzentrum betreiben. Bei Egston erlaubt die dynamische Plattform standortübergreifend für alle rund 8.000 Anwender rasche Reaktionen auf Lastspitzen bei bedarfsgerechten Kosten und höchster Verfügbarkeit.

Beispiele für hybride Cloud-Projekte?
Das Schweizer Handelshaus Valora. Die Arbeitsplätze mit Hardware und Business-Applikationen liegen in der Verantwortung von Valora, bei T-Systems die Software-Applikationen, das Datenmanagement und die Netzwerke. Der Betrieb von SAP/SAP-HANA passiert mittels „Dynamic Cloud Services“ von VMware in unserem Rechenzentrum in Frankfurt. Oder die Wiener Städtische Versicherung mit einem bausteinartigen Cloud-System für das Compliance- und Risikomanagement.

Was sind souveräne Cloud Services?
Souveräne Cloud Services wie von T-Systems und Google sind als offene Plattformen konzipiert und ein Erfolgsfaktor für die Digitalisierung Europas. Sie beseitigen regulatorische Hindernisse und geben europäischen Unternehmen Sicherheit und Unabhängigkeit. Zu nennen ist hier auch GAIA-X als europäische Initiative für einen souveränen Datenraum mit entsprechenden Standards.

Was heißt das konkret?
Applikationen und Daten müssen jederzeit auf beliebige andere Infrastrukturen übertragbar sein. Das verhindert die Abhängigkeit von einem Hersteller. T-Systems übernimmt auch das Verschlüsselungs-Management, sodass kein unberechtigter Zugriff auf Schlüssel und Kundendaten möglich ist – weder aus Europa noch aus den USA.

Geht Digitalisierung auch ohne Cloud-Dienste?
Viele Hersteller bieten Software-Angebote nur mehr aus der Cloud an. Ohne diese Lösungen ist eine Modernisierung der IT also nur sehr eingeschränkt oder gar nicht mehr möglich.

Ihre Empfehlung an Unternehmen?
Betriebe, die eine souveräne Cloud nutzen möchten, erhalten von uns ein Rundum-Paket, das nicht nur die komplette Bandbreite von Cloud-Diensten umfasst, sondern auch europäischen Compliance- und Datenschutz-Vorgaben entspricht. Als T-Systems gewährleisten wir diese Souveränität und damit können auch Unternehmen aus regulierten Branchen das volle Potenzial der Public Cloud nutzen. Dieser Ansatz ist bislang einzigartig in Österreich.

Links

red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 17.05.2022